Tarifvertrag bauhauptgewerbe polier

Die gesetzliche Arbeitszeit in Frankreich beträgt 35 Stunden pro Woche. Mit den „Aubry-Gesetzen“ von 1998 und 2000 wurde die gesetzliche Wochenarbeitszeit von 39 auf 35 Stunden von 2000 für alle Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten und ab 2002 für kleinere Unternehmen reduziert. Alle französischen Unternehmen haben zwischen 2000 und 2004 Arbeitszeitverkürzungen ausgehandelt. Das Gesetz erlaubt eine Vielzahl flexibler Regelungen, nach denen Unternehmen (innerhalb von Grenzen) von bestimmten Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes abweichen können, sofern solche Vereinbarungen im Rahmen von Tarifverhandlungen ausgehandelt und organisiert werden. Dies gilt z. B. für die jährliche Berechnung von Überstunden, wenn die Vereinbarung eine jährliche Anpassung der Arbeitszeit vorsieht, oder für die Berechnung der Arbeitszeit der Führungskräfte nach im Laufe des Jahres geleisteten Tagen (Boulin & Cette, 2008). Die SEC kann entweder auf Unternehmensebene oder auf Niederlassungsebene gebildet werden, wenn auch eine zentrale SEC eingerichtet wird. Die SEC erhält von den Arbeitgebern Informationen zu Themen wie den wirtschaftlichen und sozialen Aspekten des Unternehmens und der neuen Technologie.

Die SEC wird zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens konsultiert. Sie reagieren auch auf formelle Konsultationen der Arbeitgeber zu Themen wie Entlassungen und Berufsausbildung (ohne formelle Verhandlungsmacht) und sind für die Verwaltung sozialer und kultureller Aktivitäten zuständig, für die sie über ein tarifvertraglich festgelegtes Budget verfügen. Andernfalls verfügt die SEC über ein funktionierendes Budget in Höhe von 0,2 % der jährlichen Lohnsumme des Unternehmens oder 0,22 % in Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten. Die SEC wird auch die Aufgaben der ehemaligen Personaldelegierten (Die Darstellung individueller und kollektiver Beschwerden gegenüber der Geschäftsleitung und die Gewährleistung der Umsetzung von Rechtsvorschriften und Tarifverträgen) sowie die Rolle des Ausschusses für Sicherheit und Arbeitsbedingungen übernehmen. Das allgemeine Verbot der Diskriminierung am Arbeitsplatz ist in der Präambel der Verfassung von 1946 enthalten, in der es heißt: „Keine Person darf in ihrer Arbeit oder Beschäftigung aufgrund ihrer Herkunft, Ihrer Meinung oder ihrer Überzeugungen benachteiligt werden“. Die geltenden Rechtsvorschriften (Arbeitsgesetzbuch, Art. L1131-1) bestimmt, dass niemand aufgrund der Herkunft diskriminiert werden darf; Geschlecht; Moral; sexuelle Orientierung; Alter (es sei denn, die unterschiedliche Behandlung ist durch ein legitimes Ziel gerechtfertigt, z. B. wenn es sich um eine spezifische Anforderung des Arbeitsplatzes handelt); Familienstand; genetische Merkmale; tatsächliche oder vermeintliche Einhaltung oder Nichtbeachtung einer ethnischen Herkunft, Nationalität oder Rasse; politische Meinungen; Gewerkschaftsmitgliedschaft oder ähnliche Tätigkeiten; religiöse Überzeugungen; physisches Erscheinungsbild; Nachname; Gesundheit oder Behinderung.